Nach Landung in Kathmandu und Begleichung der Einreisegebühr, auch “Visum”, wird man direkt ins Chaos geworfen. Die Hupe schallt beim Überholen, vor der Kreuzung, vor der Kurve, im Stau und beim normalen Fahren. Sie ersetzt damit elegant Vorfahrtsregeln, Fahrspuren und teilweise Abblendlicht in einem. Statt Ampeln gibt es an größeren Kreuzungen ordnende Polizisten (alles Männer), die in der Regel ignoriert werden. Am Flughafen selbst steht eine größere Ansammlung von ihnen, die ihre Pfeifen so benutzen, wie Motorräder ihre Hupen. Die Szene hat etwas komisches. Speziell die unlustige Art Komik einer deutschen Sketchszene aus den 90ern.
Faustregel ist, dass man den ersten Taxifahrer (auch alles Männer) mit den eigenen Preisvorstellungen beleidigen muss, um dann zum nächsten zu gehen. Entweder lenkt Nummer eins ein oder beide streiten sich um die Fahrgelegenheit, die dann nur noch doppelt so teuer ist, wie für Nepalis. Überhaupt kann man ohne schlechtes Gewissen beim Feilschen den Faktor zehn nach unten ansetzen. Das alles weiß ich bei meiner Ankunft natürlich nicht und werde zusammen mit anderen Touristen als Fahrgemeinschaft abgezogen – immerhin ohne, dass sich das im Reisebudget bemerkbar macht.
Heike
Tolle Fotos
Heike
Ich wünsche noch eine schöne Reise, viele tolle Erfahrungen. Bin immer ganz gespannt auf neue Beiträge, die stets spannend und interessant geschrieben sind. Lg