Tokyo

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Hoppla, ich bin doch nochmal losgereist und nach Japan gestolpert. Fluggutscheine und eine äußerst glücklich datierte Wiedereröffnung des Landes machten es im Oktober möglich.

Ich komme früh an und nehme die Bahn in die Stadt. Während der langen Fahrt im vollen Pendlerzug räume ich meinen Platz für einen älteren Mann, dessen Frau sich auf den freien Platz neben mich gesetzt hat. Nach einer Weile im Stehen zupft es an meiner Jacke. Ein Platz gegenüber wird frei, worauf mich der Mann aufmerksam macht, aber andere Menschen kommen mir bereits zuvor. Noch etwas später stößt eine Frau zu den beiden, welcher ich die Rolle der Tochter zuschreibe. Aus dem Augenwinkel nehme ich wahr, dass auf mich gedeutet und damit die Geschichte meiner noblen Tat weitergetragen wird. Als es schließlich an der Zeit für mich ist auszusteigen, werde ich freundlich verabschiedet, alle drei bedanken sich und es werden viele freundliche Blicke und Verbeugungen ausgetauscht. Ein positiver erster Eindruck auf beiden Seiten ist wohl gelungen.

Angekommen im richtigen Stadtviertel – Shibuya – spaziere ich in einen Park, um dort auf meine Zeit zu warten, die Unterkunft zu betreten. Parks scheinen oft mit Tempelanlagen verbunden zu sein.

Yoyogi Park Tempeltor

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